
Umsetzung
Bewegung in Kleingruppen
Pro Bundesland werden ab März 2007 über die Dauer von 2 Jahren an 2 Standorten Bewegungsgruppen geführt. Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 8 Personen nicht überschritten. Eine Trainingsgruppe trifft sich 2-mal pro Woche über eine Zeitspanne von 8 Wochen. In diesem Zeitraum wird der teilnehmende Diabetiker spüren, welchen Nutzten ein gezieltes Bewegungsprogramm für seine Lebensqualität bringt. Das Bewegungsprogramm setzt sich aus Ausdauer-, Kraft- und Gleichgewichtsübungen zusammen. Die Betreuung erfolgt durch einen Sportwissenschaftler. Die Teilnahme an den Bewegungsgruppen ist für die Diabetiker kostenlos.
Lebensbegleitende Bewegung
Während der engen Betreuung durch den Sportwissenschaftler wird eine Basis geschaffen für ein lebenslanges Aktiv Sein. Jeder Diabetiker hat im Anschluss an die 8 Wochen mehrere Möglichkeiten, ein Bewegungsprogramm fortzusetzen.
Teilnahme am gesundheitsfördernden Bewegungsprogramm eines Sportvereins
Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er sich lieber einer Nordic Walking-, Herz-Kreislauf oder Gymnastikgruppe anschließen möchte.
Weiterführung des Projektes in einer Kleingruppe
Mit dem Sportwissenschaftler, der Räumlichkeit und den vorhandenen Trainingsgeräten sind die nötigen personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben, um das Bewegungsprogramm auch langfristig zu absolvieren.
Eigenständiges Training
In den 8 Wochen erfährt der teilnehmende Diabetiker sehr viel über Bewegung, Training, Stoffwechselprozess und Adaptionsmechanismen, sodass er in der Lage ist, sein Bewegungsprogramm auch selbständig zu verwirklichen. Der Sportwissenschaftler steht als Ansprechperson weiter zu Verfügung.
Ausbildung der Übungsleiter der Vereine
Durch die Vereine des ASVÖ und der SPORTUNION steht ein gut ausgebautes regionales Netz an gesundheitsfördernden Bewegungseinheiten zur Verfügung. Durch das Projekt werden die Übungsleiter speziell für die Bedürfnisse von Diabetikern geschult. Weiters wird ein fundiertes Wissen über Risikofaktoren und Kontraindikationen bei einem regelmäßigen Bewegungstraining vermittelt.
Die Schulung wird von Prof. P. Haber geleitet. Das Schulungsteam setzt sich u a. aus Ärzten, Diaetologen und Sportwissenschaftlern zusammen.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter des Projektes nehmen ebenfalls an der Schulung teil.
Vernetzung der Gesundheitssektionen mit medizinischen Institutionen
Seit August 2006 laufen Gespräche mit Krankenhäuser und Ärzten in ganz Österreich. Nach Prüfung der Qualität und erfolgter Zusatzausbildung der Übungsleiter steht einer Zuweisung durch den betreuenden Arzt nichts im Wege.
Kooperationspartner
Das Projekt wurde auf Initiative des BMfGF ins Leben gerufen. Die Dachverbände ASVÖ und SPORTUNION mit ihren Vereinen sind die Träger des Projektes. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen „Aktive Diabetiker Austria“, „Österreichischen Diabetikervereinigung“, und diversen klinischen Abteilungen unter der Leitung der SPORTUNION Österreich entwickelt.
Finanziert wird das Projekt zu gleichen Teilen vom Fonds Gesundes Österreich und dem Bundeskanzleramt für Sport.

